Ankündigung Neuerscheinung

 

Renate Dillmann/Arian Schiffer-Nasserie


Der soziale Staat

Über nützliche Armut und ihre Verwaltung


Ökonomische Grundlagen | Politische Maßnahmen | Historische Etappen


ca. 320 Seiten | Hardcover | € 19.80
ISBN 978-3-89965-885-9 | Oktober 2018

 

 

Das im Oktober 2018 erscheinende Buch

  • bestimmt die politökonomischen Ursachen, die zuverlässig und massenhaft immer neue Fälle sozialer Bedürftigkeit hervorbringen,
  • erklärt das sozial verstaatlichte Leben „von der Wiege bis zur Bahre“, d.h. vom Kindergeld bis zur Pflegeversicherung
  • und erläutert zentrale historische Etappen deutscher Sozialstaatlichkeit von der Armenfürsorge bis zur Agenda 2010.

 

Sozialstaat und Sozialpolitik werden in Gesellschaft und Wissenschaft gleichermaßen dafür gerühmt, dass sie organisierte staatliche Hilfe darstellen. Sie gelten als Gütesiegel moderner Staaten. Und gerade die Bundesrepublik lässt sich für ihre weit ausgebaute und funktionierende Sozialpolitik gerne loben. Getragen von den widerstreitenden gesellschaftlichen Interessen wird auf dieser Basis eifrig über das Ausmaß, die Folgen und die Gerechtigkeit der aktuellen Maßnahmen gestritten.

 

Die Autoren beteiligen sich nicht an der beliebten Debatte „Lob und Tadel des deutschen Sozialstaats“. Weder halten sie Sozialpolitik für eine unhinterfragbar gute Errungenschaft moderner Staatlichkeit, nur weil die so genannten „sozial Schwachen“ in der „freien Marktwirtschaft“ ohne ihn kein Auskommen haben noch feiern sie ihn dafür, dass er der Garant für den „sozialen Frieden“ und die „Nachhaltigkeit“ der staatlich etablierten Konkurrenzgesellschaft ist. Weder verurteilen die Autoren die sozialpolitischen Maßnahmen aus der Warte der Betroffenen und Sozialverbände als „unterfinanziert“ und „unzureichend“ noch kritisieren sie die aktuelle Sozialpolitik vom Standpunkt der „Leistungs- und Verantwortungsträger“ aus Wirtschaft und Politik als „überzogen“ und „unbezahlbar“.

 

Dieses Buch ist kein Beitrag zu einer Sozialwissenschaft, die den ideologischen Dauerdiskurs empirisch mit immer neuen Daten und Wirksamkeitsanalysen unterfüttert oder moralisch mit Gerechtigkeitstheorien je nach sozialpolitischer Präferenz, Interessens- und Konjunkturlage überhöht. Die Autoren wollen sich weder in diesen endlosen Diskurs einreihen noch wollen sie ihn philosophisch verkomplizieren oder empirisch differenzieren. Die Autoren forschen überhaupt nicht für den sozialen Staat, sondern sie denken über ihn nach. Das Ergebnis kommt einer grundsätzlichen Kritik gleich: Sozialpolitik in Deutschland ist ein Armutszeugnis über die materielle Lebenslage der Lohnabhängigen, ein notwendig umstrittenes Funktionserfordernis im entwickelten Kapitalismus und zugleich ein Quell für ebenso viele wie falsche Erwartungen an den sozialen Staat.

 

 

Zu den Autoren

 

Dr. Renate Dillmann studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie an der Uni Mainz; Promotion zur Staatstheorie. Die Autorin ist Dozentin an der Evangelischen Hochschule Bochum (EVH), arbeitet als freie Journalistin und hat unter anderem das Buch „China – ein Lehrstück“ im VSA-Verlag veröffentlicht.

 

Dr. Arian Schiffer-Nasserie studierte Sozialwissenschaften und Geographie an der Ruhr-Uni Bochum. Promotion zu Rassismustheorie und antirassistischer Erziehung in der Schule. Der Autor ist Professor für Sozial- und Migrationspolitik an der Evangelischen Hochschule in Bochum.

 

Ich möchte hier Lesern meines Buches

 

 

"China -

Ein Lehrstück über alten und neuen Imperialismus,

einen sozialistischen Gegenentwurf und seine Fehler,

die Geburt einer kapitalistischen Gesellschaft und

den Aufstieg einer neuen Großmacht"

 

Gelegenheit geben, mit mir Kontakt aufzunehmen, nachzufragen und/oder Einwände zu äußern. Außer über das Kontaktformular bin ich direkt zu erreichen per Mail über

 

dillmann-renate@t-online.de

 

 

Die chinesische Übersetzung des Buches liegt ab sofort als Print-Version vor.

 

毛与其继承人向着世界大
国的长征  
关于中国的另类思考

 

Mao und seine Erben auf ihrem Langen Marsch zur Weltmacht - Alternativer Blick auf China

 

10 € + Versandkosten / Bestellungen bei: dillmann-renate@t-online.de

中国,唯一发达的发展中国家,像西方国家一样总是慷慨地向第三世界宣称:中国经济对外开放,并且今天与西方世界平起平坐。如何解释这一特例?答案与世界诸强没有任何关系——尽管他们从中国那里获得不少利益。为什么?

 

在今日中国,生产出了大量的财富。为此而辛勤劳作的人们却只能勉强糊口度日。另一些人却如此富有,甚至不知道该如何将他们多余的钱投资到什么地方。为什么会这样?

 

很 多人高兴,因为毛时代的物质缺乏和政治过激已经成为过去。国家不再只听命于伟大的主席。取而代之的是,所有的生活和工作条件被无情的金钱所决定。这真的更 加美好吗?在学校,为工作,为事业而终身竞争不止,就为了挣尽可能多的钱,成为最成功的消费者,这难道真是中国这个前社会主义国家的合理选择吗?

 

共产党向人民许诺了一个“和谐社会”。为什么这是必须的?谁破坏了和谐?

 

一位德国作家抛出“关于中国的另类观点”,既批判地与毛时代区分开来,也并不站在当今中国这一方。毋宁说这本书寻求一条贯穿从中华人民共和国成立以来的历史的红线。毕竟,正是这同一个政党,中国共产党,从1949年以来以不同甚至矛盾的路线统治着中国。

 

内容有:鸦片战争及帝国主义对中国的掠夺;毛泽东的人民共和国;朝鲜战争以及同苏联的关系;“两条路线的斗争”以及邓小平的中国“现代化”;今日中国经济:农业,工人,资本家,股票,房地产;执政党共产党以及中国人的政治意识;今日外交政策,美国及其对中国崛起的反应。

 

 

Deutsche Übersetzung: China hat sich als einziges Entwicklungsland so entwickelt, wie es die westlichen Nationen den Ländern der Dritten Welt immer so generös verheißen hatten: Es hat ökonomisch aufgeschlossen und tritt der westlichen Welt heute auf gleicher Augenhöhe gegenüber. Wie ist dieser Sonderfall zu erklären? Das Resultat ertragen die etablierten Weltmächte jedenfalls nicht – obwohl sie an der Volksrepublik gut verdienen. Warum?

 

Im heutigen China wird großer Reichtum produziert. Dafür arbeiten viele Menschen sehr hart und können doch nur schlecht davon leben. Andere sind um so reicher und wissen kaum, wo sie ihr Geld investieren sollen. Warum ist das so?

 

Viele sind froh, dass der Mangel und die politischen Exzesse der Mao-Zeit hinter ihnen liegen. Das Land steht nicht mehr unter dem Diktat des Großen Vorsitzenden. Stattdessen werden inzwischen alle Lebens- und Arbeitsbedingungen rücksichtslos vom Geld bestimmt. Ist das wirklich schöner? Ist lebenslanges Konkurrieren in der Schule, um Arbeit, um die beste Karriere, um möglichst viel Geld und den gelungensten Konsum eine sinnvolle Alternative zum früheren sozialistischen China?

 

Die Kommunistische Partei verspricht ihren Bürgern eine „harmonische Gesellschaft“. Warum ist das nötig? Wer stört die Harmonie?

 

Eine deutsche Autorin wirft einen „alternativen Blick auf China“ und setzt sich dabei kritisch mit der Mao-Zeit auseinander, ohne Partei für das heutige China zu ergreifen. Sie sucht vielmehr den „roten Faden“, der die chinesische Geschichte seit der Gründung der Volksrepublik durchzieht – schließlich ist es ein und dieselbe Partei, die Kommunistische Partei Chinas, die das Land seit 1949 mit sehr verschiedenen, ja gegensätzlichen Direktiven regiert.

 

Aus dem Inhalt: Opiumkriege und die imperialistische Ausplünderung Chinas; Mao Zedongs sozialistische Volksrepublik; Koreakrieg und das Verhältnis zur Sowjetunion; der „Kampf zweier Linien“ und Chinas „Modernisierung“ unter Deng Xiaoping; Chinas Ökonomie heute: Landwirtschaft, Lohnarbeiter, Kapitalisten, Aktien, Immobilien; die Kommunistische Partei als bestimmende Kraft und das politische Bewusstsein des chinesischen Volks; nationale Minderheiten; Außenpolitik heute, die USA und ihre Antwort auf den chinesischen Aufstieg.